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Vorsicht Haftcreme


Haftcremes sollen uns eigentlich das leben erleichtern, aber wenn man sich mal die Inhaltsstoffe zu Gemüte führt, wird allen klar das man diese nicht auf dauer anwenden sollte.

Die Haftcreme ist eigentlich dafür gemacht, um für den besseren halt der Prothese zu sorgen. Eigentlich sollte man annehmen, das bei der Herstellung darauf geachtet wird, das keine gefährlichen Stoffe verarbeitet werden, da diese ja mit der Mundschleimhaut im Kontakt steht, somit die Stoffe also auch in den Körper gelangen.Wie bei vielen dingen im Leben, ist diese anmahne aber falsch. Deswegen sollte man Haftcremes nicht als zu oft benutzen, oder sich mit „gesunden“ Alternativen beschäftigen.

Mögliche Inhaltsstoffe einer Haftcreme.

  • Paraffinum Liquidum
  • Cellulose Gum
  • Calcium/Zinc PVM/MA Copolymer
  • Petrolatum
  • Glycine Soja Oil (Sojaöl)
  • Polyethylene
  • Aroma (Minze und Menthol)
  • BHT
  • Limonene
  • CI 45410

Bekannt ist, dass Zutatenlisten immer jene Zutat mit dem höchsten Anteil der Rezeptur zuerst nennen. Je weiter hinten eine Zutat aufgeführt ist, umso weniger ist davon im Produkt enthalten.

Eine Haftcreme besteht infolgedessen hauptsächlich aus

  1. Paraffinum Liquidum (Paraffinöl),
  2. Cellulose Gum (manchmal steht auch Carboxymethylcellulose da, ein Emulgator, der für eine angenehme Konsistenz der Creme zuständig ist),
  3. Calcium/Zinc PVM/MA Copolymer (der eigentlich haftende Wirkstoff) und
  4. Petrolatum (Vaseline).

Erdöl in Haftcremes

Wenn man zu dir sagen würde „komm schmier dir mal Erdöl in den Mund“, würdest du denjenigen bestimmt einen Vogel zeigen. Dieses tust du aber, wenn du Haftcremes benutzt die Paraffinöl als Inhaltsstoff haben. Paraffinöl wird aus Erdöl hergestellt. Dabei handelt es sich um einen der billigsten Rohstoffe für Kosmetika und Körperpflegeprodukte. Dieses Öl findet man nahezu in allen Cremes, Salben und Lotionen, sogar in Babyprodukten.

Würden die Hersteller hochwertiges Pflanzenfett benutzen, könnten sie ihre Tiefpreise nicht halten, und nicht mehr so viel Gewinn einfahren.

Paraffinöl legt einen Film auf die Mundschleimhaut, womit es die Poren verschließt, damit verhindert es ihre Atmungs- und Selbstregulationsfähigkeit.

Auch wird vermutet das sich das Paraffinöl in Organen wie, der Leber, den Nieren und den Lymphknoten anreichern könnte, was alles andere als Gut für den Körper ist. Es sollen im Zusammenhang mit Paraffinöl, auch entzündliche Reaktion der Herzklappen beobachtet wurden sein.

Petrolatum steht an vierter Stelle, und ist nichts anderes als Vaseline, welches ebenfalls ein Billigprodukt aus Erdöl ist.

Auf Petrolatum treffen alle zum Paraffinöl aufgeführten Eigenschaften ebenfalls zu.

In Naturprodukten dürfen solche Erdölderivate nicht verwendet werden.

Laut Stiftung Ökotest sollte von Produkten deren Paraffinölgehalt über 10% liegt, Abstand genommen werden.

Cellulose Gum ist ein Emulator

Anstatt Cellulose Gum steht auch gerne mal Carboxymethylcellulose da. In letzter Zeit häuft sich aber der begriff Begriff Cellulose, wahrscheinlich weil er sich harmloser anhört.

In diesem Artikel des Gesundheitsportals Zentrum der Gesundheit, gehen sie auf Stimmenergebnisse ein. Wonach zwei Emulgatoren darunter Carboxymethylcellulose, höchstwahrscheinlich nicht nur an Übergewicht und Diabetes, sondern auch an der Entstehung der immer häufiger auftretenden chronischen Darmentzündung (Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa) beteiligt sein sollen.

Emulgatoren sind ja nicht nur in Haftcremes, sondern auch in Dressings, Fertigsaucen, Backwaren, Eiscremes und vielen anderen Lebensmitteln. So kann man schnell eine bedenkliche Menge ansammeln.

Ohne Klebstoff haftet nichts

Dafür das die Prothese haftet sorgt das PVM/MA Copolymer, dieser Stoff findet sich auch in manchen Haarsprays.

Das Copolymer ist eine Verbindung aus Methylvinyläther und Maleinsäureanhydrid.

Methylvinyläther wird auch zur Herstellung von Insekten und Pilzbekämpfungsmittel eingesetzt.

Wenn man zu viel von beiden in größeren Mengen verschluckt, kann es das Verdauungssystem beeinträchtigen, es kann zu Erbrechen, einem brennenden Gefühl und Bauchschmerzen führen.

Polyvinylacetat wird auch als Haftwirkstoff verwendet, es ist ein Kunststoff welcher als Klebstoff Verwendet wird, und zwar nicht nur in Haftcremes, bevorzugt auch in Holzleim und anderen Klebstoffen.

Laut Zentrum der Gesundheit ist UHU eine vierprozentige Lösung aus Polyvinylacetat, im Grunde also auch eine Art Haftcreme, nur ohne Minzgeschmack.

Das könnte auch ein Grund sein, warum die Haftcreme oft derart am Gaumen klebt, so das man Probleme bekommen kann, diese wieder zu lösen.

Krebserregende Zusätze in Haftcremes

In der Zutatenliste findet man beispielsweise auch Polyethylen, dieses bildet einen Film und ist auch als Weichmacher bekannt. Auch das Polyethylen ist häufig in Billigprodukten zu finden, aber nicht in Naturkosmetik.

Der Stoff BHT, welcher konserviert wird in hochwertigen Produkten schon lange nicht mehr verwendet. Er gilt als krebserregend, allergieauslösend und eventuell auch fruchtschädigend.

In Naturkosmetikproduken ist er natürlich nicht erlaubt.

CI 45410 ist ein roter Farbstoff, der zu den halogenorganischen Verbindungen zählt, die Allergien auslösen und Krebs erzeugen können. Zusätzlich reichern sie sich in der Umwelt an, sind also auch aus diesem Blickwinkel nicht besonders empfehlenswert.

Relativ harmlos sind hingegen die minzigen Aromen sowie der natürliche Duftstoff Limonen.

Nun enthalten manche Haftcremes jedoch auch gewisse Dosen an Zink, die – wenn man die Haftcreme regelmässig und dann womöglich auch noch höher dosiert als empfohlen verwendet – zu einem Zinküberschuss mit all seinen Folgen führen können.

Überdosis Zink durch Haftcremes?

Zink kann die Haftwirkung von Haftcremes verstärken und wird daher gelegentlich in der Haftcreme-Rezeptur verwendet.

Normalerweise ist Zink ein erwünschtes Spurenelement mit vielen positiven Eigenschaften für die Gesundheit – wie wir hier erklärt haben.

Zink-Überdosen sind jedoch alles andere erwünscht und können äusserst negative gesundheitliche Auswirkungen mit sich bringen.

Zu hohe Zinkdosen führen nämlich zu einem Kupfermangel, da Zink die Aufnahme von Kupfer hemmt.

Es kann infolgedessen zu Kupfermangelsymptomen kommen, wie z. B. zu Nervenschäden (besonders in Händen und Füssen). Diese Nervenschäden entwickeln sich langsam über einen langen Zeitraum.

Wenn nun vielleicht bereits ein Zinkpräparat eingenommen wird und zusätzlich noch täglich eine zu hoch dosierte Haftcrememenge aufgetragen wird, dann kann es schnell zu einer solchen Zink-Überdosis kommen.

Meist ist dem Haftcreme-Nutzer auch nicht bewusst, dass seine Haftcreme Zink in relevanten Dosen enthält. Er wird daher kaum seine Zinkpräparate absetzen, die er z. B. zur Stärkung der Abwehrkraft einnimmt.

Beachten Sie also die Anwendungsempfehlungen auf der Verpackung sowie die folgenden Tipps zur richtigen Verwendung von Haftcremes:

Tipps zur Anwendung von Haftcremes

  • Konsultieren Sie Ihren Zahnarzt, bevor Sie eine Haftcreme verwenden. Vielleicht lässt sich dadurch der Haftcreme-Einsatz vermeiden.
  • Beim Kauf einer Haftcreme achten Sie auf folgendes:
    • Paraffine sind normalerweise bis zu einem Drittel der Rezepturmenge Bestandteil der Haftcremes. Wählen Sie besser eine Creme, bei der Paraffinöl und Vaseline (Paraffinum liquidum und Petrolatum) sehr weit am Ende der Zutatenliste stehen, was bedeutet, dass dann nur Spuren davon enthalten sind.
    • Kaufen Sie eine Haftcreme, die keine Konservierungs- und Farbstoffe enthält (kein BHT, keine Parabene o. ä.).
    • Wählen Sie am besten eine Haftcreme-Sorte ohne Zink – besonders dann, wenn Sie Mineralstoffpräparate einnehmen, die bereits Zink enthalten.
  • Verwenden Sie keinesfalls mehr Haftcreme als empfohlen.
  • Setzen Sie eine zinkhaltige Haftcreme sofort ab, wenn Sie Taubheitsgefühle, Schwäche oder Kribbeln in den Händen und Füssen verspüren, da dies ein erstes Symptom für eine Neuropathie (Nervenschäden) sein könnte.
  • Beginnen Sie grundsätzlich mit einer kleinen Menge Haftcreme. Vielleicht genügt diese für Sie bereits.
  • Eine 70-Gramm-Tube sollte für jemanden, der sowohl oben als auch unten eine Prothese trägt, mindestens sieben bis acht Wochen ausreichen.

Welche Haftcreme ist empfehlenswert?

In unserem Artikel erklären wir, worauf man beim Kauf einer Haftcreme achten sollte, so dass man anhand der Zutatenliste selbst entscheiden kann, welches Produkt in Ordnung ist und welches nicht. Allerdings bleibt oft nichts anderes übrig, als Kompromisse einzugehen.

Die Inhaltsstoffe sind in Ordnung, allerdings sind die Erfahrungen zur Haftwirkung hier unterschiedlich. Manche Anwender sind sehr zufrieden, andere sagen, die Haftwirkung sei zu kurz. Auch sind immer auch Unverträglichkeiten auf natürliche Inhaltsstoffe möglich, so dass man sich letztendlich immer auch ein wenig „durchprobieren“ muss, um das für sich selbst optimale Produkt zu finden.



Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/zaehne/haftcreme-ia

Quelle: https://zahnarzt-stille.de/haftcremes-was-sie-darueber-wissen-sollten/

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